Orchidee Abendkleider Wien

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Goethe fand die Farbe speziell. Kalt wäre sie, unruhig, lebhaft, ohne Fröhlichkeit. Ihr Anblick löse vor allem eines aus: Sehnsucht nach einem Ort zum Ausruhen. Ob der Dichterfürst Rotblau mochte? Keine Ahnung. Berührt hat sie ihn offenbar wie keine andere. Die Farbe, die jenseits des goetheschen Farbenkreises Violett heißt oder Lila. Tod und Verfall assoziierte er mit ihr, die Schrecken des Weltuntergangs, aber auch Auferstehung und Befreiung. Eine spezielle Farbe eben, eine, die man nicht einfach so hinnimmt wie Rot oder Blau, eine Farbe, die irgendwie provoziert.

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Radiant Orchid heißt die Mischung, die der US-Konzern Pantone zum Farbton des Jahres erklärt hat. Fuchsia strahlt aus ihr, also Pink. Wiesen voller Orchideen breiten sich beim Klang ihres Namens vor dem inneren Auge aus. Unendliche Flächen, aus denen der Duft zarter Blüten steigt, die die Sinne betören. Es nützt nichts: Pantone hat Lila zur Farbe des Jahres erklärt. Wie konnten sie nur?

Das Unternehmen Pantone mit Sitz in Carlstadt, New Jersey, hat ein Farbsystem mit mittlerweile 1677 Sonderfarben entwickelt, dessen Mischungsverhältnisse weltweit den Ton angeben bei den Dingen, die unser Leben bunt machen. Jedes Jahr sendet sie dafür Scharen von Trendscouts aus, die Vernissagen besuchen, Filmpremieren und Klubs. Sie blättern Magazine durch, lesen Blogs, schauen Nachrichten, hören auf Stimmungen, analysieren den Zeitgeist.

Im vergangenen Jahr waren die Trendscouts zu dem Ergebnis gekommen, dass Emerald Smaragd, ein intensiver Grünton, die Farbe der Zeit wäre, als Ausdruck von Wachstum und Erneuerung. In diesem Jahr soll es nun Radiant Orchid sein, das uns beflügelt und gleichzeitig Abendkleider und Anzüge färbt, Akzente setzt auf Nägeln, Lidern und in Cocktailgläsern. Modedesignerinnen wie Jackie Fraser-Swan und Yoana Baraschi haben schon angekündigt, dass Radiant Orchid ihre neuen Kollektionen prägen wird – die für Frauen wie die für Männer.

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Radiant Orchid, im Farbsystem die Nummer 18-3224, stehe für Kreativität, Inspiration, Originalität. Findet Leatrice Eiseman, die Geschäftsführerin des Pantone Color Institutes. Sie tut gut daran, auf diese Art dem Ton einen besonderen Wert zu verleihen; denn Lila ist wahrlich keiner, auf den alle fliegen.

Während Blau die Lieblingsfarbe der Deutschen ist, gefolgt von Rot und Grün, gehören Braun, Orange – und Lila – zu jenen Tönen, die die Wenigsten bei Umfragen als ihre Favoriten angeben. Und Männer mögen Lila am wenigsten. Lila gilt als letzter Versuch nicht mehr jugendlicher Damen, noch mal auf sich aufmerksam zu machen. Mit Amethyst-Klunkern auf dem welken Dekolleté, mit lila Strähnen im grauen Haar. Lila ist auch die Farbe jener Latzhosen, in denen sich die „Emanzen“ der Siebziger und Achtziger wohlfühlten, ungeachtet jeder männlichen Vorstellung von Erotik. Lila ist die Farbe der Lesben. Viele Männer sehen bei Lila Rot.

Der russische Maler Wassily Kandinsky, Mitbegründer der Künstlergemeinschaft „Der Blaue Reiter“, weigerte sich strikt, die Farbe zu verwenden. Mit Frauenfeindlichkeit hatte das nichts zu tun. Er sah in dem Ton aber „etwas Krankhaftes, Erlöschtes, etwas Trauriges an sich“. Gerecht ist das nicht. Lila ein großartiger Ton. Der österreichische Maler Gustav Klimt tauchte seine Freundin Emilie Flöge geradezu in ein Meer von violetten Blüten, als er sie im Jahr 1902 porträtierte. Lebendig und befreit steht sie da, eine Hand in der Hüfte, die schöne Frau Flöge, die schillernde Figur der Wiener Bohème, die Modemacherin, in einem lilafarbenen Kleid ohne Korsett.

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Lila etablierte sich bereits Ende des 19. Jahrhunderts als Farbe der Frauenbewegung. Die englischen Suffragetten machten es zum Symbol für ihren Kampf um das weibliche Stimmrecht. „Lila Lied“ heißt die Hymne der Homosexuellen, mit denen Frauen und Männer in der Weimarer Republik erstmals öffentlich von ihrer Liebe sangen. Den Text dichtete Kurt Schwabach, die Melodie hatte Mischa Spoliansky geschrieben, einer der erfolgreichsten Kabarett- und Revuekomponisten der Zwanziger.

Lila steht auch für Aufbruch, Stärke und Macht. In Alice Walkers Roman „Die Farbe Lila“ stehen die violetten Blumen im Wind der Südstaaten für all das, was der missbrauchten und misshandelten Heldin guttut. Für die Natur, für Gott, für die Hoffnung auf ein besseres Leben. Und irgendwann stehen sie auch für ihre Befreiung von der Unterdrückung. Befreiung aber ist immer auch Kampf. „Viola“ lautet die lateinische Bezeichnung für das violette Veilchen, und „Violentia“ heißt Gewalt. Purpur, das ursprünglich nicht rot, sondern violett war, galt schon in der Antike als Farbe der Herrscher. Römische Senatoren trugen ihre Würde mit einem Streifen Purpur auf der Toga zur Schau, Könige und Kaiser hüllten sich in Krönungsmäntel, für die Millionen von Purpurschnecken ihr Leben lassen mussten. Papst Paul II. hat 1464 den Purpurmantel für Kardinäle eingeführt. Nach den Evangelisten Markus und Johannes war der Mantel, den die römischen Soldaten Jesus vor der Kreuzigung umlegten, um ihn als König der Welt zu verspotten, purpurn.

Purpurrot ist erst die Farbe der Macht und der Ewigkeit, seit nicht mehr Purpurschnecken den benötigten Farbstoff liefern, sondern Schildläuse. Aber auch in diesem uns als Purpur geläufigen Ton schimmert es lila. Rot und Blau treffen sich hier, Wärme und Kälte, Feuer und Wasser, weibliche und männliche Elemente. Lila ist so spannungsgeladen wie keine andere Farbe – und gerade deshalb so reizvoll. Geheimnisvoll ist sie allemal. Undurchsichtig, beunruhigend, verführerisch. Und auf besondere Weise individuell.

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Lila ist die Farbe der Innerlichkeit. Dabei kann ihre Wirkung auch melancholisch sein. In der evangelischen wie der katholischen Kirche ist es nicht nur die liturgische Farbe des Advents, sondern auch der Passionszeit, der sieben Wochen vor Ostern, in denen an die Leiden Christi gedacht wird.

Und es ist die Farbe der Buße. Die Farbe der Besinnung, des Übergangs und der Verwandlung. Bei der Beichte trägt der katholische Priester eine violette Stola. Bischöfe tragen Violett auch bei öffentlichen Auftritten. Dass Lila die Farbe der Geistlichkeit ist, das fiel uns lange nicht mehr so auf wie im vergangenen Jahr, in dem die katholische Kirche ein neues Oberhaupt gewählt hat.

Ist Lila ein Zeichen? Als Farbe der Innerlichkeit und der Transzendenz kann sie uns auf jeden Fall an etwas erinnern: An uns selbst und an das, was über uns hinausweist. Beides kann nur guttun. Auch wenn man Lila so beunruhigend findet, wie Goethe es getan hat.

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Genau das richtige lange Abendkleid für jeden Geschmack

Wenn du bereits weißt, dass es am Ort der Veranstaltung evtl. etwas kühl sein könnte, dann bietet sich ein langärmliges Abendkleid an. Ansonsten kannst du selbstverständlich auch eine farblich passende Strickjacke oder einen edlen Blazer zu deinem Abendkleid kombinieren. Dass die meisten langen Abendkleider für festliche Anlässe designt wurden, spiegelt sich auch in der Farbwahl wieder. Rosé, Schwarz, Dunkelgrau, Rot, Nude oder Creme sind beliebte Töne, wenn es um elegante Abendmode geht. Diese Farben passen zu diversen anderen Schattierungen und so kannst du den Rest deines Outfits entweder Ton in Ton passend zum Kleid abstimmen oder aber mit deinen Schuhen oder der Handtasche andersfarbige Akzente setzen.

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